16. Oktober 2026: kreuzrichtig 04 /26

Beat Bechtold – der neue Präsident des Aargauer Roten Kreuzes

An der Generalversammlung des SRK Kanton Aargau im Juni 2026 stand die Amtsübergabe des Präsidenten im Fokus: Nach 17 Jahren übergab Hans Rösch sein Präsidium an Beat Bechtold. Er ist Direktor der Aargauischen Industrie- und Handelskammer (AIHK) und lebt mit seiner Familie in Birr.

Herr Bechtold, was hat Sie motiviert, das Präsidium zu übernehmen? 
Mir war es schon immer wichtig, mich ehrenamtlich für die Gesellschaft zu engagieren. Die hehren Ziele des SRK Kanton Aargau, Leben zu schützen, Gesundheit zu fördern und soziale Würde zu wahren, trage ich mit Überzeugung mit. Daher sind meine persönliche Motivation und die Freude für diese Aufgabe gross!

Wie würden Sie sich jemandem vorstellen, der oder die Sie noch nicht kennt?
Ich bin eine offene und bodenständige Person und engagiere mich stark für das Gemeinwohl. Es liegt mir am Herzen, nicht nur auf mich selbst, sondern auch «links und rechts» zu schauen und Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen. Familie und Natur spielen in meinem Leben eine wichtige Rolle. Sie geben mir Gelassenheit und Abstand vom Berufsalltag.

Gab es etwas, das Sie beim SRK Kanton Aargau besonders überrascht hat?
Tatsächlich hat mich die Grösse der Organisation überrascht: Über 50'000 Mitglieder, rund 950 Freiwillige und 150 Mitarbeitende engagieren sich, das finde ich unglaublich.

Welche Eindrücke haben Sie von den Menschen gewonnen, die sich beim Aargauer Roten Kreuz einsetzen?
Besonders eindrücklich ist für mich, mit wie viel Selbstverständlichkeit und Engagement Solidarität gelebt wird. Alle setzen sich ohne Wenn und Aber für kranke Menschen oder Menschen in herausfordernden Lebenssituationen ein, sei das durch Zeit, monetäre Unterstützung oder fachliche Expertise. Man spürt, dass die Motivation nicht nur aus einer Pflicht heraus entsteht, sondern aus einer echten inneren Überzeugung, etwas Sinnvolles beitragen zu wollen. 

Was möchten Sie den Mitgliedern, Spenderinnen und Spendern zu Beginn Ihrer Amtszeit sagen?
Ich danke allen von Herzen. Jeder gespendete Franken macht einen Unterschied und ermöglicht es, die Menschen im Kanton zu unterstützen. Für Anliegen und neue Ideen habe ich immer ein offenes Ohr und freue mich, wenn man auf mich zukommt.

Wo können Sie Ihre Erfahrungen und Ihren beruflichen Hintergrund besonders gut als neuer Präsident einbringen?
Aus meiner beruflichen Tätigkeit als Direktor der AIHK bringe ich Erfahrung an der Schnittstelle von Wirtschaft und Politik mit. Gleichzeitig verfüge ich über Kontakte zu den Unternehmen und zur kantonalen Verwaltung. Dadurch kann ich einen Beitrag leisten, unterschiedliche Akteure miteinander zu vernetzen.

Was stimmt Sie zuversichtlich, wenn Sie an die Zukunft des SRK Kanton Aargau denken? 
Dass 87 Rappen von jedem gespendeten Franken direkt Menschen zugutekommen, die Unterstützung brauchen, zeigt den verantwortungsvollen Umgang des Aargauer Roten Kreuzes mit Spendengeldern. Und das grosse Engagement der Mitarbeitenden: Sie denken mit, bringen eigene Ideen ein und handeln vorausschauend. Diese Haltung gibt mir die Zuversicht, dass wir auch künftig neue Bedürfnisse der Bevölkerung frühzeitig erkennen und mit passenden Angeboten darauf reagieren können.

Gibt es ein Motto oder einen Gedanken, das oder der Sie im Leben begleitet? 
Da kommen mir zwei Gedanken in den Sinn. Der erste: Gewisse Dinge mit Humor nehmen. Vieles fällt einem leichter, wenn man nicht alles so ernst sieht. Der zweite ist, dass es immer weitergeht, auch dann, wenn man es in einem bestimmten Moment vielleicht nicht mehr glaubt. Oft hält man mehr aus, als man sich selbst zutraut.